Harte Tour

Weltwoche 17/2019

 

Energiewende

Harte Tour

Der Bund will den Widerstand gegen Windräder mit juristischen Drohungen brechen.

24.04.2019, Von Alex Baur

Am Anfang setzte man beim Bundesamt für Energie (BfE) auf die weiche Tour. Wie der Verband Freie Landschaft Schweiz vor zwei Jahren enthüllte, liess der Bund der Windkraft-Lobby (Suisse Eole) zwischen 2003 und 2015 klammheimlich 7,3 Millionen Franken für Propaganda zukommen. Mit den Steuergeldern unterstützte Suisse Eole diskret die Kampagnen für Windparks und sorgte für gute Stimmung («billig», «rentabel», «akzeptierbar») in den Medien.

Die als «ausgewogene Information» verbrämte Staatspropaganda mag bei der Abstimmung über die Energiewende verfangen haben. Doch sobald es um konkrete Projekte geht, informieren sich die Anwohner genauer – und dann ist Widerstand programmiert. Die Windmühlen machen Lärm (auch in der Nacht), sie beeinträchtigen Landschaft und Fauna massiv, und rentabel sind sie in der Schweiz höchstens dank absurd hoher Subventionen (rund das Fünffache des Marktpreises) und privilegierter Zwangseinspeisung.

800 Anlagen geplant, 37 gebaut

Bislang konnten landesweit gerade mal 37 von 800 geplanten Windrädern gebaut werden. Viele Projekte sind definitiv gescheitert. Als Stolperstein erwies sich nicht zuletzt der Mindestabstand von 700 Metern zu bewohntem Gebiet, wie ihn etwa der Kanton Baselland oder die Gemeinde Triengen LU baurechtlich festgeschrieben haben. Es gibt Bestrebungen, diese Distanz nach der Höhe der Anlage zu bemessen. Es wäre wohl das Ende der Windmühlen in der dichtbesiedelten Schweiz, die sich wegen schwacher und unsteter Winde ohnehin nicht für diese Technologie eignet. Anlagen auf Bergkuppen brächten wohl etwas mehr Ertrag, doch hier laufen die Landschafts- und Tierschützer Sturm.

Nachdem die Propaganda wenig bewirkte, versuchen es die Energiewender nun auf die harte Tour. Gemäss einem vom BfE bestellten Rechtsgutachten soll es den Gemeinden und Kantonen nicht mehr erlaubt sein, Mindestabstände festzulegen; sie seien vielmehr verpflichtet, die Windenergie zu fördern. Vorläufig ist das nicht mehr als eine Juristenmeinung. Ob dem wirklich so ist, wird das Bundesgericht wohl dereinst entscheiden. Doch eines ist schon heute klar: Eine Energiewende, die dem Volk mit Propagandatricks und juristischen Drohungen aufgezwungen wird, ist a priori zum Scheitern verurteilt.



Umzinglung von Wuppenau und Braunau sowie deren Nachbarorte.

  • Zahlen 1-10 = Standorte der geplanten Windkraftgiganten
  • Gelber Punkt mit Zahl= möglicher Standort
  • Hellblauer Kreis 500 Meter Radius um die Windkraftgiganten
  • Roter Kreis 1000 Meter Radius um die Windkraftgiganten
  • Oranger Kreis 1500 Meter Radius um die Windkraftgiganten
  • Gelber Kreis 2000 Meter Radius um die Windkraftgiganten


Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden ist gegen einen Windpark in der Appenzeller Landschaft

Die Windkraftanlage Honegg (Gemeinde Oberegg) käme zwar in den Kanton Appenzell Innerrhoden zu stehen, jedoch dicht an die Grenze zu Ausserrhoden. Nun hat sich die Regierung von Ausserrhoden gegen den Richtplan des Nachbarkantons ausgesprochen, der diese Anlage an landschaftlich exponierter Stelle vorsieht. 

Seine Begründung:

„Sie könnten angesichts ihrer Grösse, der Propellerbewegungen und der nächtlichen Beleuchtung eine massive Beeinträchtigung der Landschaft darstellen und das Appenzellerland weiträumig und unausweichlich dominieren. Speziell vom Standort in Oberegg betroffen wären die Bewohnerinnen und Bewohner von Appenzell Ausserrhoden, die in den südlich ausgerichteten Wohnlagen der benachbarten Dörfer und in den umliegenden Streusiedlungen wohnen.

Die Windenergieanlagen würden das Appenzellerland weiträumig dominieren und so eine massive Beeinträchtigung der Landschaft darstellen.“

Homepage, Medienmitteilung Kanton AR: zur Medienmitteilung

Es stehen Alternativen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung, die noch nicht ausgeschöpft sind (Photovoltaik, Biomasse, Wasserkraft).

Somit überwiegen die Interessen am Landschaftsschutz derzeit diejenigen an der Windenergieerzeugung im Appenzellerland. 

Der Thurgau mit seiner wunderschönen Landschaft und die Thurgauer Bevölkerung sollten doch auch geschützt werden? Der Regierungsrat des Kantons Thurgau sieht das offenbar anders.

Der Regierungsrat im Thurgau hält nach wie vor daran fest, im Thurgau - speziell in Braunau-Wuppenau - 200 m hohe Windindustrieanlagen, bis 350 m dicht an Wohnhäuser, zu bauen. Und dies gegen den klaren Willen der Mehrheit der Bevölkerung von Braunau und Wuppenau.

 

Weitere Links:

www.paysage-libre.ch

appenzell24.ch


Geschätzte Besucherin und Besucher unserer Homepage

Ein Tool der ETH Zürich erlaubt es, sich ein gutes Bild über die Stromproduktion im Jahr 2035 zu machen. 

Risikometer ETH Zürich

Mit dem Tool können Sie selber den Schweizer Strommix 2035 zusammenstellen, um herauszufinden, wie man den Atomausstieg und weitere Herausforderungen meistern könnte. Sie werden sehen, es wird aus Sicht der Produktion nicht einfach sein.  

Das Tool berücksichtigt nicht die Probleme des Stromnetzes, der Produktionsschwankungen und der Speicherung, welche sich bis 2035 ergeben können, aber auch nicht technologische Fortschritte oder politische Veränderungen. Man muss bedenken, dass je nach Produktionsart weitere Herausforderungen, Kosten und Zusammenhänge zu berücksichtigen sind.

Allerdings zeigt das Tool klar auf, dass man selbst bei Vollausbau der Windkraft (1000 Anlagen, 4 GWh) in der Schweiz weniger als ein Sechstel des wegfallenden Atomstroms ersetzen kann. Speicherungs- und Netzprobleme sind wie gesagt unberücksichtigt. Die Solarenergie ist zu deutlich mehr Produktion imstande, hat jedoch ausschliesslich negative ökologische und ökonomische Einflüsse.

Darf ich Sie höflich bitten, in Ihrem Bekannten und Freundeskreis von diesem diesen Strommix zu erzählen und Ihnen diesen link zustellen. Mit diesem Tool kann sich jeder selber ein Bild machen.

Das Tool ist informativ und eröffnet der breiten Bevölkerung einen einfachen Zugang zur Energie- resp. Stromversorgung, der bisher dem Durchschnitts-Bürger nicht offen stand.

Gewisse Inhalte sind zwar wissenschaftlich und politisch umstritten, aber das Konzept ist ein guter Ansatz.

Vielen Dank für das Ausprobieren und Weiterleiten!

Marco Zimmermann 06.2018


Wahrhaben ersetzt die Suche nach Wissen


Windkraftzone Braunau-Wuppenau nicht vom Tisch!

Derzeit herrscht trügerische Ruhe.

Der Kanton Thurgau plant nun, die Windkraftzone Braunau-Wuppenau in einem separaten Paket im 2018 in den Richtplan des Kantons Thurgau zu bringen.

Die Betreiberfirma hält am Bau der Windkraftanlagen fest, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist.

Es ist noch nicht vorbei!

Wir müssen uns weiterhin wehren!

Der Einsatz zum Schutz der Lebensqualität ist noch notwendig!


Windkraft im Thurgau: «Es fehlen die Spielregeln»


Motion im Grossen Rat des Kanton Thurgau eingereicht

Unterstützen Sie die Motion der Thurgauer Kantonsräte Hanspeter Gantenbein und David Zimmermann „Abstandsvorschriften für Windkraftanlagen gegenüber Bauten und Anlagen“.

Ein Abstand von 10 mal der Höhe von Windkraftanlagen zu Gebäuden - zum Schutze der Menschen und aus Respekt vor der Bevölkerung.

Motion-Regelung-Abstand-Windkraftanlagen.pdf

Wer profitiert ?

Wenn das alles so unsinnig ist, warum werden soviele Anlagen gebaut? Der Grund heisst Geld. Wie immer, möchte man beinahe sagen. Diese Windräder dienen an erster Stelle nämlich dazu, viel Geld zu verdienen. Denn dank üppiger Subventionen und den Verbraucher enorm benachteiligende Regelungen lohnt sich ein solches Windrad für den Investor, ohne dabei nennenswerte Risiken einzugehen. Es handelt sich also um reine Renditeobjekte, man könnte auch sagen Spekulationsobjekte. Wie bereits dargelegt, sind die Windräder für die Energiewende unsinnig, solange es keine vernünftigen und bezahlbaren Speichertechnologien gibt. Bis dahin ist jedes neue Windrad ein weiterer Zahn, der an Ihrer Stromrechnung nagt.

Zusätzlich zu den steigenden Kosten, die nichts anderes als eine Umverteilung von unten nach oben sind, kommt die Umweltbelastung. Das betrifft die optische Verschandelung der Landschaft, aber auch die Geräuschemissionen, Schattenwurf und die Vernichtung von Lebensräumen. Kosten, die allesamt die Allgemeinheit zu verkraften hat, bis hin zu den schwächsten dieser Gesellschaft. Sie werden nie etwas von den Einnahmen der Windkraft haben, dürfen diese aber mit ihrer Stromrechnung und ihren Steuern finanzieren und zum Dank noch mit der verschandelten Landschaft leben. Und das alles, obwohl die Windkraft an sich unter den gegenwärtigen Umständen eine sinnlose Ergänzung des Energiemixes darstellt und keinen positiven Nutzen bringt.

Windkraft ist Betrug am Stromkunden und Steuerzahler!

Dicke Post für die Regierung

Rund 700 Personen aus Braunau und Wuppenau wehren sich gegen den geplanten Windpark in ihrer Gemeinde. Auch die beiden Gemeindepräsidenten stimmen mit ein und drohen mit massivem Widerstand.