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Sonntagsausflug  24.9.2017

Neuer Windpark Verenafohren bei Tengen, Deutschland, an der Schweizergrenze.

Höhe bis zur Nabe 135 Meter, inklusive Rotorblättern 199 Meter. 

Ein einzelnes Rotorblatt: 65 Meter Länge und 14 Tonnen Gewicht.

Wir waren vor Ort. Sehr beeindruckend die Dimensionen, welche man erst so richtig spürt, wenn man dort ist.

 Die Grössenverhältnisse sind selbst erklärend. Erschreckend ist auch, wieviel Wald für die Installation gerodet wurde! 

Und der Schattenwurf ist ganz krass! Die Zufahrtsstrasse ist ca. 6m Breit, und die Achtung Eisabwurf Tafel steht ca. 300m vom Turm entfernt!

Diesen Ausflug kann ich jedem Empfehlen hier der Link http://www.verenafohren.de

Mit dem Auto kann man bis auf 800m ranfahren, ab da gehts zu Fuss den Berg hinauf.
Für uns ist klar: mit allen Mitteln müssen Windkraftanlagen von diesen Dimensionen in der Nähe von Wohngebieten verhindert werden oder es muss die 10H-Regel eingeführt werden.


Gemeindeblatt Beitrag 2017-03-08


Verein LQBW – Lebensqualität Braunau-Wuppenau

Am 15. Februar 2017 fand die Mitgliederversammlung des Vereins Lebensqualität Braunau-Wuppenau LQBW im Ochsen Braunau statt. Der Präsident konnte mehr als einen Drittel der Mitglieder begrüssen. Der Verein wurde vor allem ins Leben gerufen, um der geplanten Umzingelung von Braunau und Wuppenau mit Windkraftanlagen Paroli zu bieten.

Der Kanton Thurgau arbeitet an der Änderung des Richtplanes und will Braunau-Wuppenau als Windpotenzialgebiet einzonen. Darin sind 9 Windkraftanlage und ein weiterer Ausweichstandort im Gebiet Braunau-Wuppenau geplant. Ziel des Vereins ist es, Braunau-Wuppenau als Windpotenzialgebiet aus dem Richtplan zu streichen. Insbesondere wenn die Standorte der Windkraftanlagen nicht so gewählt werden, dass diese Windkraftanlagen einen Schutzabstand zum nächsten Wohnhaus vom 10-fachen ihrer Höhe haben.

Um sich als Bürger eine Meinung zum gesamten Thema Windenergie bilden zu können, sind viele Informationen auf der Homepage www.windpark-tg.ch bereitgestellt. Sie ist eine gute, nicht kommerzielle Informationsquelle als Gegenpol zur Werbung der Windkraftindustrie.

Ein wichtiges Datum ist die nationale Abstimmung am 21. Mai 2017 zur Energiestrategie 2050. Im Art. 14 Energiegesetz ist geplant, dass Baubewilligungen vom Kanton in einem raschen Verfahren erteilt werden sollen. Mit diesem Gesetz könnte der Kanton ohne Mitwirkung der Gemeinden und deren Einwohner Baubewilligungen für Windkraftanlagen erteilen. Die Gemeindeautonomie und die direkte Demokratie würden ausgehebelt. Zudem sollen Windkraftanlagen als sogenanntes „nationale Interesse“ eingestuft werden (Art. 12 und 13 Energiegesetz).

Gerne laden wir Sie ein, Mitglied des Vereins Lebensqualität Braunau-Wuppenau zu werden und dem Verein und seinen Interessen dadurch mehr Gewicht zu verleihen. Die Mitgliedschaft kostet pro Person CHF 25 pro Jahr, für Familien CHF 40. Einzahlungen erfolgen auf IBAN CH66 0900 0000 8941 2361 8, lautend auf Lebensqualität Braunau-Wuppenau.

Studieren Sie die Homepage – Sie werden über die eine oder andere Information erstaunt sein.

Für den Verein LQBW, der Vorstand, M. Zimmermann, N. und B. Schüler


Im Schatten der Riesenräder

Im Thurgau soll der grösste Windpark der Schweiz entstehen, mit über 200 Meter hohen Anlagen. Die ansässige Bevölkerung läuft Sturm gegen die Pläne. Um seine Energiewende zu schaffen, will der Bund im ganzen Land mehr als tausend Riesenturbinen aufstellen lassen.


"Im Schatten der Riesenräder, von Alex Reichmuth, Weltwoche vom 3. November 2016, Nr. 44, S. 23"


Nein zur Verschandelung der Schweiz 

Für unsere Landschaft, Natur und Gesundheit

1000 INDUSTRIE-WINDKRAFTWERKE

Mit der Energiestrategie 2050 sind in der Schweiz über 1000 riesige Industrieanlagen geplant. Die Turbinen haben eine Höhe von bis 200m.

SCHLUSS MIT SCHUTZ

Geschützte Landschaften können mit der Energiestrategie sofort in Industriegebiete umgezont werden. Gemäss Art. 12 und 13 des neuen Energiegesetzes kann der Bundesrat überall Windkraftwerke als national bedeutend erklären – auch in Schutzgebieten.

ZERSTÖRUNG DER LANDSCHAFT

Windturbinen überall. 600 Maschinen auf dem Jura. Im Berner Mittelland. Auf den Tessiner Bergen. Im Baselbiet. Hoch über Engelberg. Im Emmental. Im Appenzellerland. Auf den Voralpen. Im Thurgau. Bei St. Moritz. Rund um Luzern. Im Aargau. Auf den Bündner Bergen und in den Tälern. Auf dem Lauber- horn. Im ganzen Wallis. Auf den Flumserbergen. Im Berner Oberland. Im Rheintal. In Skigebieten. Und an vielen Orten mehr. Windturbinen überall.

VIEL MEHR CO2

Hat es keinen Wind, gibt es keinen Strom. Den fehlenden Strom kaufen wir bei ausländischen Kohlekraftwerken ein. Damit geht die Klimaerwärmung ungebremst voran.

HÄCKSLER

Windturbinen erschlagen Vögel und Fledermäuse. Der Lärm vertreibt Tiere und die riesigen Baustellen zerstören ungestörte Naturräume, besonders in Wald- gebieten. Die Natur verliert weitere 1000 Lebensräume in der Schweiz.

KRANKHEIT

Moderne Windkraftwerke sind gewaltige, riesige Rotoren. Sie beschallen eine Fläche des Kantons Neuenburg mit Lärm. Um Umkreis von 5km einer Industrieanlage sind Vibrationen spürbar, sogenannter Infraschall. Die Folgen: Schlafstörungen, Depressionen, Ohrensausen.

TEUER

Wir bezahlen für diesen Unsinn 14 Milliarden Franken für 20 Jahre Windenergie in der Energiestrategie 2050. Jeder Schweizer bezahlt im Durchschnitt 2000 Franken, um Windturbinen zu bezahlen.

KEIN WIND – KEIN STROM

In Deutschland laufen 26‘000 Windkraftwerke mit gerade einmal 15% Leistung im Durchschnitt. 1.5 Milliarden Euro werden in Deutschland pro Monat subventioniert. Der Gewinn: Strom im Wert von 0.3 Mia. Der Verlust: 1.2 Milliarden Euro monatlich. 


Dicke Post für die Regierung

Rund 700 Personen aus Braunau und Wuppenau wehren sich gegen den geplanten Windpark in ihrer Gemeinde. Auch die beiden Gemeindepräsidenten stimmen mit ein und drohen mit massivem Widerstand.


SIMON DUDLE

BRAUNAU/WUPPENAU. 200 Meter hoch wären die Windräder, welche auf dem Hügelzug zwischen Braunau und Wuppenau dereinst Strom produzieren sollen. Die Planung läuft auf Hochtouren. Was an Infoveranstaltungen in den beiden Dörfern bereits zu spüren war, ist nun schriftlich festgehalten: Widerstand. In Braunau wurden schon über 300 Unterschriften gesammelt, in Wuppenau dürften es gar 400 sein. Somit hat in beiden Dörfern mehr als jeder dritte Einwohner unterschrieben.

Nachdem sich die Gemeinderäte vor den Infoveranstaltungen mit der eigenen Meinung zurückgehalten hatten, bekennen sie nun Farbe. Wie erwartet schliessen sie sich der Stimmung in den Dörfern an – und untermalten dies gestern mit einem gemeinsamen Auftritt. Beide Räte wehren sich gegen den neuen kantonalen Richtplan und schickten die Protestnote gemeinsam nach Frauenfeld ab. Aus dem Richtplan geht hervor, dass in Braunau und Wuppenau ein erster Windpark im Kanton Thurgau gebaut werden könnte.

200-Meter-Turbine erlaubt, 8-Meter-Silo verboten

«Wir fordern, dass der Regierungsrat alle Wind-Gebiete aus dem kantonalen Richtplan streicht», sagt Braunaus Gemeindepräsident David Zimmermann. Er sieht in diesen Anlagen einen Widerspruch zum Richtplan, da die Turbinen in Kulturlandschaft eingebettet würden. «Bei Gebäuden wird auch ganz genau hingeschaut, und in der Gemeinde Wuppenau wurde die Errichtung eines acht Meter hohen Silos per Bundesgerichtsentscheid abgelehnt. Diese Turbinen wären um ein Vielfaches höher», sagt Zimmermann. Auch Martin Imboden, Gemeindepräsident von Wuppenau, ist unzufrieden. Er sagt: «Im Kanton Thurgau würde mit dem Richtplan hoch subventionierter Windstrom ermöglicht, ohne zuvor rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen zu haben.»

Beide Gemeindeoberhäupter stört am behördenverbindlichen Planungsinstrument aber nicht nur der Abschnitt zur Windenergie. Aus der Sicht von Zimmermann hat der Kanton damit über das Ziel des Bundes hinausgeschossen, um als Musterknabe zu gelten. «Viele Formulierungen sind viel zu restriktiv und unverständlich formuliert. Es ist eine gewollte Überregulierung der Verwaltung», sagt Zimmermann. Er bringt das Beispiel der inneren Verdichtung, welche in einer Gemeinde wie Braunau kaum möglich sei.

«Das wäre eine diktatorische Haltung»

Martin Imboden spricht von «Übereifer» und einem «überspannten Bogen». Aus seiner Sicht werden die ländlichen Regionen im neuen Richtplan eingeschränkt. «Die Verwaltung in Frauenfeld unterschätzt, wie gerne wir unsere Bäche und Hügel haben», sagt Imboden.

Beide Präsidenten fordern, dass der Richtplan neu erarbeitet wird, es also zurück auf Feld eins geht. Und wenn nicht? «Dann werden wir den Regierungsrat massiv angreifen, weil er die Stimmung nicht berücksichtigt. Das wäre eine diktatorische Haltung», sagt Zimmermann.

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Aus dem Gemeindeblatt Braunau Ausgabe 9 /2016

Geschätzte Mitbürgerinnen und Mitbürger

Am 24.08.2016 fand in der Turnhalle in Braunau der Informationsanlass zu einem möglichen Projekt für Grosswindkraftanlagen statt. Der Gemeinderat ist erfreut, dass gegen 200 Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit nutzten, sich zu informieren und Ihre Meinung zu einem möglichen Projekt abgegeben haben.

Der Gemeinderat der Politischen Gemeinde Braunau hält fest, dass ein mögliches Projekt in der Gemeinde Braunau keinen Rückhalt in der Bevölkerung von Braunau geniesst. In der anstehenden Ortsplanungsrevision (Richtplan und Zonenplan) der Politischen Gemeinde Braunau werden daher mögliche Standorte für Windkraftanlagen nicht berücksichtigt.

In der Vernehmlassung zum kantonalen Richtplan wird der Gemeinderat diese Haltung ebenfalls vertreten.

Ihr Gemeindepräsident David Zimmermann 

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Mitteilungsblatt Wuppenau 05. September 2016  Nr. 333

AUS DEM GEMEINDERAT

Gegen das Windpotenzialgebiet
Braunau /Wuppenau
Wie an der sehr gut besuchten Informationsveranstal- tung der Politischen Gemeinde Wuppenau angekün- digt, traktandierte der Gemeinderat das Thema an seiner letzten Sitzung. Der Gemeinderat ist einstim- mig der Meinung, dass:
. das ausgeschiedene Windpotenzialgebiet Braunau/Wuppenau im Kantonalen Richtplan, 2016 ersatz- los gestrichen werden muss
. Der Gemeinderat obige Forderung beim Kanton fristgerecht einreicht
. unter den jetzigen Umständen eine ‚Windzone‘ an einer Gemeindeversammlung keine Chance hätte

Begründung

Wuppenau ist im selben Kantonalen Richtplan dem Raumtyp Kulturlandschaft zugewiesen und damit in seinen Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Dafür stehen Werte wie intakte Landschaft und naturnahe Erholungsgebiete im Vordergrund. Diese Werte haben wir auch in unserem Leitbild (Seite 5) behördenverbindlich verankert: ‚Das ländliche Landschaftsbild soll bewahrt werden‘.

Wenn der Kanton nun mit dem Windpotenzialgebiet (Industriezone) diese Kulturlandschaft überlagert, entsteht daraus unmittelbar ein riesiger Widerspruch. Zusätzlich zeigt das weit fortgeschrittene Windpark Projekt für Braunau/Wuppenau, dass die in der Schweiz geltenden Bestimmungen hinsichtlich Immissionen und Abständen ausgereizt werden müssten in unserem kleinräumigen Siedlungsgebiet. Nun gibt es aber bei unseren Nachbarn in Süddeutschland den Trend, dass gerade die Abstände zwischen Windturbinen und Siedlungsgebieten vergrössert werden: So hat Bayern soeben eine neue Regel erlassen (10H) Laut dem Ende 2014 vom Landtag beschlossenen Gesetz müssen in Bayern geplante Windkraftanlagen

mindestens zehn Mal so weit von den nächsten Wohn- häusern entfernt sein, wie das Windrad hoch ist. Die Opposition wollte gegen diese Regelung angehen und klagte vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof - ohne Erfolg. Auch Baden-Württemberg fordert grössere Abstände als dies bei uns der Fall ist.

Vor einer Aufnahme einer Windpotenzialgebietes sollen deshalb zuerst die wirtschaftlichen Interessen, die land- schaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen, aber auch mögliche wertmässige Auswirkungen auf Immobi- lien und der Umgang damit geregelt werden. Auch der Bauabstand muss bei diesen höchsten Windturbinen der Schweiz (200 Meter) aus obigen Gründe nochmals gründlich durchdacht werden.

Weshalb beschäftigt das Thema Windenergie in Braunau/Wuppenau stärker als in allen anderen Gemeinden im Kanton?
Das Windparkprojekt Braunau/Wuppenau ist am weites- ten fortgeschritten in Bezug auf alle drei Grosswind- projekte im Kanton Thurgau. In den anderen Landge- meinden mit Windpotenzialgebieten ist es deshalb lo- gisch, dass die Diskussionen nicht so intensiv verlaufen wie bei uns in Braunau/Wuppenau. Es ist wie immer ein konkretes Projekt, das als Katalysator wirkt und in der Bevölkerung mobilisiert. Der Gemeinderat unterstützt deshalb auch medienwirksame Auftritte aus dem Gebiet Braunau/Wuppenau, um uns im ganzen Kanton Gehör zu verschaffen.

Wie geht der Gemeinderat weiter vor?

Der Gemeinderat nutzt jetzt die Zeit bis zum 30. Sep- tember, um seine Einwände zum kant. Richtplan zu verfassen und einzureichen. Er bleibt in stetem Kontakt mit ausgewählten weiteren Gemeinden mit Windpoten- zialgebieten – insbesondere auch mit Braunau. Er nimmt Einfluss beim Verband Thurgauer Gemeinden (VTG), der eine Stellungnahme im Namen aller 80 Thurgauer Gemeinden zu Handen der Regierung verfasst. Der Kontakt zur IG Lebensqualität Wuppenau wird gepflegt. Ebenso zu unserem Vertreter im Kantonsrat, denn der kantonale Richtplan wird letztlich dort diskutiert und verabschiedet, nicht auf Gemeindeebene.

Gemeinderat Wuppenau


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